Krypto Börsen Vergleich 2021: Die beste Krypto Börse? Bitcoin & Kryptos sicher & einfach kaufen

Immer mehr Anleger möchten in Kryptowährungen einsteigen und sind auf der Suche nach dem besten Anbieter. Ein Vergleich der besten Anbieter nutzt aber auch den alten Hasen, die stets auf der Suche nach den günstigsten Konditionen sind.

Um dir den Ein- oder Umstieg in Sachen Kryptowährungen zu erleichtern, habe ich einen detaillierten Broker- bzw. Börsenvergleich für dich vorbereitet. Darin untersuche ich einige der besten und bekanntesten Anbieter von Kryptowährungen anhand mehrerer Kriterien.

Ein solcher Vergleich ist insbesondere deshalb sinnvoll, weil sich unter den Anbietern für Bitcoin und andere Kryptowährungen viel verändert. Neue Kryptobörsen kommen hinzu, andere ändern ihre Konditionen und werden so weniger attraktiv und wieder andere haben zum Beispiel mit Sicherheitslücken zu kämpfen.

Schauen wir uns also an, welcher Kryptoanbieter im Jahr 2021 gut abschneidet und wo dein Kryptoinvestment gut aufgehoben ist!

Broker bzw. Börsenvergleich für Kryptowährungen: so habe ich bewertet

Wer Kryptowährungen kaufen möchte, hat mittlerweile die Auswahl unter hunderten von Anbietern. Diese unterscheiden sich maßgeblich: Anonyme Tauschplattformen, CFD Trading, “echte” Kryptobörsen und viele weitere Möglichkeiten können vor allem Neueinsteiger schnell überfordern.

Ich habe daher eine Vorauswahl getroffen und für diesen Vergleichergleich sieben Anbieter betrachtet, die sich in der Welt der Kryptowährungen bereits einen Namen gemacht haben. Dazu zählen große Player ebenso wie verhältnismäßige Newcomer.

Zur Bewertung nutze ich dabei fünf relevante Kategorien: Zuerst natürlich die Kosten, die bei der Verwendung der einzelnen Broker anfallen. Dann die Sicherheit, mit der dein Investment dort geschützt wird sowie die Auswahl der verfügbaren Kryptowährungen. Denn mittlerweile gibt es über 10.000 Kryptos, in die wir unser Geld stecken können!

Darüber hinaus bewerten wir auch Zusatzfunktionen, sofern sie denn vorhanden sind und zuletzt Nutzerfreundlichkeit, weil auch der günstigste Broker mit der besten Auswahl nichts nutzt, wenn uns die Verwendung seiner App körperliche Schmerzen bereitet und der Support einen Monat für eine Antwort braucht.

“Echte” Kryptowährungen oder Finanzprodukte?

Die Grundidee von Bitcoin und vielen anderen, nachfolgenden Kryptowährungen war es, auf zentrale Institutionen wie Banken, Broker und andere Mittelsmänner zu verzichten. Niemand sollte Kontrolle über das Netzwerk gewinnen und kein Dritter mitverdienen, wenn Käufer und Verkäufer eine Transaktion abschließen.

Dennoch ist genau das geschehen: Institutionelle Kryptobroker und -Börsen bilden heute für die Mehrzahl der Nutzer den Zugang zum Kryptoinvestment. Sie erheben Gebühren, sind zentralisiert und lassen sich nicht anonym verwenden. Damit hebeln sie die drei Bitcoin-Grundgedanken aus, bieten uns aber im Gegenzug Nutzerfreundlichkeit, Berechenbarkeit und Sicherheit.

Auch Finanzprodukte, die auf Kryptowährungen basieren, sind bereits entstanden: ETCs, ETNs oder CFDs nutzen die Kurse von Bitcoin und Co. und lassen dich an den Gewinnen teilhaben bzw. Wetten auf die Entwicklung abschließen – du bist hier jedoch nicht wirklich im Besitz der jeweiligen Coin. Der Einsatz zum Bezahlen oder Versenden ist in diesem Fall leider ausgeschlossen, du profitierst allerdings von der Tatsache, dass ein professioneller Anbieter dein Investment für dich verwaltet und schützt.

Kaufst du hingegen tatsächliche Kryptowährungen, bist du selbst für den Schutz deines Investments verantwortlich. Du kannst hierzu deine Bitcoin, Ethereum und andere Coins in einer Wallet – zum Beispiel auf einem USB-Stick – speichern oder auf die Sicherheit des jeweiligen Anbieters vertrauen.

Für den Handel bieten sich sowohl Kryptobörsen als auch -Broker an. Erstere sind Plattformen, auf denen Käufer und Verkäufer zusammenfinden und ihre Geschäfte abwickeln. Die Börse überwacht die Vorgänge dabei und stellt zum Beispiel sicher, dass die Teilnehmer über die nötigen Mittel verfügen, ist aber am eigentlichen Handel nicht beteiligt. Nutzt du hingegen einen Broker, findet jeder Handel mit diesem Mittelsmann statt – das ist meist teurer, aber für den Nutzer auch deutlich einfacher.

Diese Anbieter treten zum Börsenvergleich an

Die 7 Kandidaten für den Anbietervergleich sind:

Binance

Der maltesische Anbieter Binance kann ein gewaltiges Handelsvolumen und sehr günstige Konditionen vorweisen. Neben einem riesigen Angebot von über 150 Kryptowährungen stehen Anlegern auch Derivate, Futures, Optionen und mehr zur Verfügung.

Mit dieser gewaltigen Auswahl einhergeht allerdings auch eine recht unübersichtliche Bedienoberfläche, sodass Neueinsteiger einiges an Zeit und Geduld mitbringen sollten. Auch der Support beschränkt sich auf einen sehr umfangreichen FAQ-Bereich.

Binance hat seit längerem mit unterschiedlichen Regulierungsbehörden massive Probleme, da die Plattform zahlreiche grundlegende Auflagen verletzt. Aus diesem Grund ist aktuell etwa ein Banktransfer von und zu Binance nahezu unmöglich.

Bison

Die Bison App wurde 2019 ins Leben gerufen und zählt damit zu den recht neuen Anbietern von Kryptowährungen. Im Hintergrund hat hier die Börse Stuttgart die Fäden in der Hand – als reglementierter, deutscher Handelsplatz ist dies ein Zeichen von Vertrauenswürdigkeit.

Das Angebot an Kryptowährungen ist derzeit auf lediglich 7 Coins begrenzt und alle Transaktion werden mit der EUWAX – ebenfalls ein Tochterunternehmen der Börse Stuttgart – als Broker ausgeführt.

Die besonders einfache Anwendung und hohe Übersichtlichkeit dürfte vor allem Neulinge und Nutzer, die wenig aktiv traden wollen ansprechen. Auch das hohe, subjektive Sicherheitsgefühl, dass von einem deutschen Anbieter ausgeht, dürfte vielen gefallen.

BSDEX

Auch die BSDEX wird von der Börse Stuttgart betrieben und kann von den gleichen positiven Eigenschaften profitieren: Ein seriöser deutscher Handelsplatz, der streng reguliert ist, gibt Anlegern ein Gefühl von Sicherheit.

Mit deutschen Serverstandorten wird Datensicherheit und Wallet-Schutz hier großgeschrieben und auch die vergleichsweise niedrigen Gebühren können sich sehen lassen. Leider kommen Anleger nur bei vier verfügbaren Kryptowährungen in den Genuss dieser Vorzüge – nicht gerade eine große Auswahl.

Soll zwischen den einzelnen Coins gehandelt werden, ist zuerst der Umweg über den Euro notwendig, was aktive Trader zusätzlich belasten dürfte. Durch die Zusammenarbeit mit der EUWAX als Broker bleiben jedoch zumindest die Spreads vergleichsweise gering.

Nuri

Nuri ging aus dem 2015 gegründeten Unternehmen Bitwala hervor und ist in erster Linie ein Bankkonto, zu dem auch die Möglichkeit gehört, Kryptowährungen zu handeln. Leider stehen aktuell nur Bitcoin und Ethereum zur Verfügung.

Nutzer erhalten nach der Anmeldung ein Konto mit eigener IBAN sowie eine Debit-Karte und können ihren Nuri Account für typische Banking-Aktivitäten nutzen. Zusätzlich lassen sich Kryptos kaufen und im Falle von Bitcoin mit einer Verzinsung von 5 % anlegen.

Da es sich um ein reguliertes, deutsches Unternehmen handelt, kann von einer grundsätzlichen Sicherheit ausgegangen werden. Auch der in Deutsch verfügbare Support, die hochwertige App und Zusatzfunktionen wie Sparpläne fallen hier positiv auf. Durch die sehr kleine Auswahl an Kryptowährungen und die vergleichsweise hohen Transaktionsgebühren ist Nuri jedoch in erster Linie für Nutzer geeignet, die auf der Suche nach einem Girokonto sind, dass zusätzlich Krypto-Möglichkeiten bietet.

eToro

Das aus Israel stammende Unternehmen eToro ist bereits seit 2007 aktiv – zu diesem Zeitpunkt allerdings ausschließlich mit dem Handel von Aktien. Der Fokus liegt seit je her auf einem sozialen Aspekt des Investments, in dem zum Beispiel die erfolgreichsten Anleger in einer Rangliste präsentiert werden.

Durch umfangreiche Marketing-Maßnahmen (z.B. Sponsoring von Fußballvereinen) machte man sich in den letzten Jahren einen Namen. Die mittlerweile zum Angebot hinzugekommenen Kryptowährungen werden hier sowohl direkt, als auch über CFDs angeboten und können auch via PayPal erworben werden – ein Vorzug, den man bei den meisten Konkurrenten vergeblich sucht.

Als auch in Deutschland lizenziertes Finanzunternehmen bietet eToro zwar grundsätzliche Sicherheit – seine Bitcoin und Co. sollte man jedoch nicht unbedingt auf der Plattform aufbewahren.

eToro ist aufgrund der einfachen Nutzung und des sehr guten, auf verschiedenen Wegen erreichbaren Supports auch bei Krypto-Einsteigern beliebt. Von den angebotenen CFDs sollten Anfänger jedoch die Finger lassen und auch die recht langsame Auszahlung trübt den Gesamteindruck

Coinbase

Mit einer langen Geschichte, Umsätzen von mehr als einer Milliarde Dollar pro Jahr und einer hohen Bekanntheit zählt Coinbase zu den führenden Kryptobörsen. Die über 50 Millionen Nutzer profitieren von einer einfachen Bedienung und hohen Sicherheitsstandards, denn Coinbase wird von der FinCEN reguliert.

Auch die Auswahl von über 80 Kryptowährungen und verschiedene Optionen für Ein- und Auszahlungen – darunter auch PayPal – sind attraktiv. Leider werden diese Vorzüge teuer erkauft, denn mit 1,49 % pro Transaktion sind die Gebühren vergleichsweise hoch.

Kraken

Krake ist eine der ältesten Kryptobörsen – bereits seit 2011 bietet man den Nutzern den Handel mit unterschiedlichen Währungen an. Damit einher geht ein guter Ruf und hohe Bekanntheit. Dieser basiert auch auf der Tatsache, dass man in 176 Ländern der Welt verfügbar, lizenziert und von den US-Behörden überwacht ist.

Seit der Gründung 2011 in San Francisco ist das Angebot auf über 80 Kryptowährungen angewachsen. Deren Handel wird mit recht günstigen Gebühren von 0,16 % (Taker-Order) bis 0,26 % (Maker-Order) belegt. Im Angebot finden sich bei Kraken auch Futures-Produkte, die auf diesen Kryptowährungen basieren.

Kraken gilt gemeinhin als die sicherste Kryptobörse – auch aufgrund seiner langen, erfolgreichen Geschichte. 95 % der Kryptos liegen dabei auf geografisch verteilten Cold-Storage-Speichern. Ein unterdurchschnittlicher Support und eine Vielzahl von aus diesem Grund verärgerten Nutzern trüben jedoch den Gesamteindruck.

Wichtigste Daten:
Testergebnis
90%
Wichtigste Daten:
Testergebnis
90%

1. Gebühren

Schon ein kurzer Blick auf das Gebührenmodell zeigt, dass es nicht ganz einfach wird, in dieser Kategorie einen Gewinner zu küren. Es bleibt nur eine gesonderte Betrachtung der einzelnen Kosten. Daher habe ich folgende Unterteilung vorgenommen: Ausgaben für Ein- und Auszahlung in Euro, Transaktionskosten und die Gebühren, die beim Versenden der jeweiligen Kryptowährungen fällig werden, bewerte ich gesondert.

Gebühren* Einzahlung Auszahlung Transaktion Senden (Coins)
Binance
1,8% mit Visa, 1.3% Sofortüberweisung
1% mit Visa
0,1%
0,0005 BTC ca. 18€ - 0,005 ETH ca. 12€
Bison
Kostenlos bei Banküberweisung
Kostenlos bei Banküberweisung
0,75%
Kostenlos
Digital Exchange
Kostenlos bei Banküberweisung
Kostenlos bei Banküberweisung
0,2-0,35%
Kostenlos
NURI
Kostenlos bei Banküberweisung
Kostenlos bei Banküberweisung
1%
1€ (BTC)
eToro
Kostenlos bei Banküberweisung, Visa, giropay, PayPal, Klarna
Pauschal 5 USD + Umrechnung USD-EUR
Ab 0,75% (BTC) - 1,95% (ETH)
0,0005 BTC ca. 18€
Coinbase
Kostenlos bei Banküberweisung, Visa, giropay, Klarna
0,15€ bei Banküberweisung - 0,55€ bzw. 2% bei Visa
1,49% Coinbase - 0,2-0,5% CoinbasePro
Netzwerkabhängig
Kraken
Kostenlos bei Banküberweisung
0,09€ bei Banküberweisung
0,16-0,26%
0,00015 BTC ca. 5€

In Sachen Einzahlung ist Binance der einzige Anbieter, der eine Gebühr erhebt: 1,8 % bei Einzahlungen von einer Kreditkarte sowie 1,3 %, wenn du Sofortüberweisung einsetzt, haben es in sich. Bei den anderen Kandidaten kannst du jeweils kostenlos per Banküberweisung einzahlen, bei eToro und Coinbase sogar noch durch andere Methoden wie Kreditkarte oder Giropay. PayPal ist bei vielen Anlegern beliebt, aber nur bei eToro zu finden.

Bei der Auszahlung schneidet Binance mit seinen 1 % Gebühr ebenfalls eher schlecht ab, aber auch eToro macht hier keine gute Figur: 5 USD und eine Gebühr für die Umrechnung von USD zu Euro sind happig.

Bison, BSDEX und Nuri erheben gar keine Gebühren; Kraken verlangt nur günstige 0,09 € für eine Auszahlung. Auch Coinbase schneidet mit 0,15 € recht gut ab, sofern es sich um eine Banküberweisung handelt: Entscheidest du dich hingegen für eine Auszahlung auf deine Kreditkarte, werden 2 % (oder mindestens 0,55 €) fällig.

Bei den Kosten für Transaktionen hat Binance mit 0,1 % ganz klar die Nase vorn, dicht gefolgt von Kraken (0,16 bis 0,26 %), BSDEX (0,2 bis 0,35 Prozent) und Coinbase in der Pro-Version mit 0,2 bis 0,5 Prozent. Wer Coinbase hingegen in der “normalen” Version verwendet, wird mit 1,49 % deutlich stärker zur Kasse gebeten.

Bison schneidet mit 0,75 Prozent Gebühren noch im Mittelfeld ab, während Nuri mit 1 % schon stark abkassiert. Auch eToro greift kräftig zu und verlangt unterschiedliche Gebühren, die zum Beispiel für Bitcoin bei 0,75 Prozent und für Ethereum bei 1,95 Prozent liegen.

Willst du Kryptowährungen versenden, bist du mit Bison und BSDEX am besten beraten, denn hier werden keine Kosten erhoben. eToro und Binance hingegen verfolgen eine völlig andere Strategie und erheben sehr hohe Gebühren, die in Form von Bitcoin-Anteilen gezahlt werden müssen und aktuell bei etwa 18 Euro pro Ausführung liegen!

Dazwischen liegen Nuri mit einem Euro Gebühr sowie eToro mit einer Bitcoin-Gebühr, die sich bei etwa 5 Euro einpendelt. Versendest du Geld mit Coinbase, sind die genauen Kosten vom jeweiligen Netzwerk abhängig, d.h. du kannst einen Betrag anbieten und darauf spekulieren, dass ein Miner ihn ausführt.

2. Sicherheit

Auch bei der Sicherheit unserer Investments muss unser Brokervergleich mehrere Aspekte betrachten: Zum einen wollen wir unsere Euros durch eine Einlagensicherung geschützt wissen, eine regulierte Kryptobörse verwenden und gleichzeitig unsere Kryptos vor fremden Zugriff bewahren.

Sicherheit* Einlagensicherung Regulierung Verwahrung (Coins)
Binance
---
Malta, nicht reguliert
Binance
Bison
100.000€ Solarisbank
Deutschland
blocknox GmbH
Digital Exchange
100.000€ Solarisbank
Deutschland
blocknox GmbH
NURI
100.000€ Solarisbank
Deutschland
MultiSig Wallet
eToro
---
CySEC Zypern
eToro Wallet
Coinbase
---
USA
Coinbase Wallet
Kraken
---
USA
Kraken

Hierbei machen die drei deutschen Anbieter Bison, BSDEX und Nuri die insgesamt beste Figur, denn sie bieten als einzige der sieben Kandidaten eine Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Hier arbeitet man nämlich mit der Solarisbank zusammen, die hinter zahlreichen aktuellen Online-Angeboten (zum Beispiel TradeRepublic) steht und die Konten sowie die Absicherung bereitstellt.

Die Einlagensicherung von 100.000 Euro durch die Solarisbank gilt pro Kunde. Das heißt: Deine Euro-Einzahlungen bei Nuri, Bison, BSDEX und anderen Solarisbank-Angeboten wie Trade Republic werden zusammenaddiert. Sind deine Euro-Einlagen zusammengerechnet höher als 100.000 Euro, kannst du im Falle einer Pleite der Bank den darüber hinaus gehenden Betrag verlieren!

Ebenfalls ruhig schlafen lassen uns diese drei Kandidaten, da sie in Deutschland reguliert sind. Coinbase und Kraken werden hingegen von US-Behörden und eToro von Zypern überwacht, was ebenfalls ein gewisses Sicherheitsgefühl vermittelt. Nur der in Malta ansässige Broker Binance ist unreguliert und hat immer wieder mit Problemen zu kämpfen – aktuell sind zum Beispiel Banküberweisungen aus genau diesem Grund fast unmöglich geworden.

Bei der Verwahrung der eigenen Kryptowährungen macht in unserem Brokervergleich ausschließlich Nuri einen sicheren Eindruck, denn hier wird ein Multi-Signature-Wallet angeboten, auf das nur der Inhaber selbst Zugriff hat. Die anderen Anbieter verwahren deine Bitcoin und Co. selbst, sodass du hier auf deren Sicherheitsvorkehrungen vertrauen musst – oder dein Investment auf ein ColdWallet transferieren solltest.

3. Krypto Auswahl

Deutlich einfacher ist der Brokervergleich in Sachen Auswahl: Wer ausgefallene Altcoins einkaufen möchte, kommt kaum an Binance vorbei, denn hier werden mehr als 150 verschiedene Kryptowährungen angeboten!

Ebenfalls gut aufgestellt sind Kraken und Coinbase mit jeweils mehr als 80 Coins. eToro scheint mit 30 Produkten im Angebot auch einen positiven Eindruck zu machen; hier ist jedoch zu beachten, dass auch CFDs mit im Programm sind, du hier also keine “echten” Kryptowährungen erwirbst. Eine genaue Prüfung ist vor dem Kauf zu empfehlen.

Eher schlecht schneiden die drei deutschen Anbieter ab: Bison kann lediglich 7 Währungen anbieten, BSDEX nur 4 und Nuri stellt sogar ausschließlich Bitcoin und Ethereum bereit.

Auswahl* Verschiedene Coins/Tokens
Binance
Bitcoin, Etherium +150 weitere
Bison
Bitcoin, Etherium, Litecoin, Ripple, Bitcoin Cash
Digital Exchange
Bitcoin, Etherium, Litecoin, Ripple
NURI
Bitcoin, Etherium
eToro
Bitcoin, Etherium +30 weitere (auch CFDs dabei!)
Coinbase
Bitcoin, Etherium +50 weitere
Kraken
Bitcoin, Etherium + 80 weitere

4. Zusatzfunktionen

Die Anbieter in unserem Brokervergleich haben sich teilweise durch spezielle Zusatzangebote einen Namen gemacht. Solche Sonderfunktionen und Boni können eine Kryptobörse auch dann noch attraktiv machen, wenn vielleicht die Gebühren oder ein anderer Aspekt auf den ersten Blick wenig einladend erscheint.

Bonusfunktionen* Funktion
Binance
Staking
Bison
Steuerreport
Digital Exchange
---
NURI
Girokonto (weltweit Bargeld abheben), Sicheres MultiSig Wallet, Sparplan, Steuerreport
eToro
Staking
Coinbase
Coinbase Earn, Sparplan, Staking
Kraken
Staking

Binance ist zum Beispiel für seine Möglichkeit zum Staking bekannt, also das Anlegen von einigen Kryptowährungen. Dabei werden die eigenen Coins genutzt, um das Netzwerk zu betreiben und wir erhalten – oft sehr ansprechende – Zinsen.

Auch Coinbase und Kraken bieten diese Möglichkeit, können aber durch das geringere Krypto-Angebot nicht ganz mithalten. Sie glänzen dafür an anderer Stelle: so bietet Kraken etwa den Handel von Krypto-Futures und Coinbase mit seinem Pro-Angebot neben seinen Broker-Diensten auch eine Kryptobörse.

Die drei deutschen Anbieter Bison, BSDEX und Nuri stellen Nutzern einen sehr hilfreichen Steuerreport zur Verfügung. Wer sich bei Nuri anmeldet, erhält darüber hinaus ein eigenes Girokonto und eine Karte, mit der sich weltweit kostenlos Geld abheben lässt. Auch ein Ertragskonto mit bis zu 5 % Rendite ist hier verfügbar. Für Sicherheitsbedachte Anwender dürfte jedoch vor allem das besonders sichere Multi-Signature-Wallet ein wichtiger Pluspunkt sein.

eToro sticht durch die Möglichkeit des shortens, also des Setzens auf fallende Kurse, hervor. Auch der Handel mit Aktien und ETFs kann für Investoren interessant sein, die nicht bei mehreren Brokern aktiv sein möchten. Als einziger Anbieter in unserem Brokervergleich gibt es bei eToro darüber hinaus neben “normalen” Kryptowährungen auch CFDs im Angebot.

5. Nutzerfreundlichkeit

Wer es gerne übersichtlich und einfach mag, ist bei Bison am besten aufgehoben: mit einer simplen App, die alle wichtigen Funktionen direkt und optisch ansprechend zur Verfügung stellt, kommt hier keine Verwirrung auf. Auch der deutschsprechende Support per E-Mail sowie das bei allen Anbietern vorhandene FAQ schneiden gut ab.

Die vier Anbieter BSDEX, Nuri, eToro und Coinbase machen ebenfalls eine gute Figur: sie bieten gute Verwendbarkeit der App bzw. des Web-Angebots und einen Support, den man entweder via E-Mail oder durch ein Kontaktformular erreichen kann. Die Kommunikation erfolgt bei eToro und Coinbase allerdings auf Englisch.

Deutlich weniger Einladend sehen Binance und Kraken aus. Aufgrund des umfangreichen Angebots ist das zwar teilweise zu verstehen; dennoch verlieren sich vor allem Neulinge hier schnell. Binance bietet darüber hinaus gar keinen Support an – zumindest konnte ich keinen entdecken. Wer auf ein Problem stößt, muss also darauf hoffen, dieses durch das Lesen der FAQs beheben zu können.

Wenn es um das Versenden von Kryptobwährungen geht, haben drei Kandidaten unseres Brokervergleichs mit Problemen zu kämpfen: bei Bison, BSDEX und eToro kann man schon mal bis zu eine Woche warten, bis die versendeten Coins auch ankommen. Die verbleibenden vier Konkurrenten zeigen hier eine bessere Performance und bieten schnelle Transaktionen.

Nutzerfreundlichkeit* Usability Support App/Desktop Versenden (Coins)
Binance

-

Englisch, FAQ
App + Desktop

++

Bison

++

Deutsch, FAQ, E-Mail
App

-

Digital Exchange

+

Deutsch, FAQ, E-Mail
App + Desktop

-

NURI

+

Deutsch, FAQ, E-Mail
App + Desktop

++

eToro

+

Englisch, FAQ, Kontaktformular
App + Desktop

-

Coinbase

+

Englisch, FAQ, Kontaktformular
App + Desktop

++

Kraken

-

Englisch, FAQ, Live-Chat
App+ Desktop

++

Fazit: Für jeden etwas dabei

Unser Brokervergleich zeigt, dass die einzelnen Anbieter mit jeweils eigenen Vorzügen daherkommen – aber auch das ein oder andere Problem haben. Dass es keinen perfekten Broker gibt, wissen Investoren schon lange. Kryptowährungen sind hierbei keine Ausnahme.

Die sieben Broker kommen daher für unterschiedliche Zielgruppen infrage: Wer zum Beispiel einen besonders unkomplizierten Einstieg sucht und auf hohe Nutzerfreundlichkeit wert legt, ist bei Bison ganz klar am besten aufgehoben.

Geht es hingegen um eine möglichst große Auswahl an Kryptowährungen und/oder deren Staking, führt – trotz einiger Probleme – kaum ein Weg an Binance vorbei. Mit einem eigenen Girokonto und besonders sicherer Aufbewahrung glänzt Nuri.

Als Allroundplattform kann Coinbase eine Vielzahl von Funktionen abdecken, was durch die Option, jederzeit auf Coinbase Pro umzusteigen, noch verstärkt wird. Möchtest du zusätzlich auch Aktien oder ETFs kaufen oder legst besonderen Wert auf PayPal als Zahlungsmethode, solltest du hingegen einen Blick auf eToro werfen. Die BSDEX ist insbesondere dann geeignet, wenn du auf einen deutschen Anbieter mit günstigen Preisen setzen möchtest.

Bei Kraken kannst du hingegen sichergehen, bei einer der ältesten Plattformen am Markt gut aufgehoben zu sein – mittlerweile ein Jahrzehnt Erfahrung bringt man hier mit.

Der Brokervergleich zeigt also, dass es für jeden Anlegertyp aktuell ein passendes Angebot gibt!


*Alle Angaben ohne Gewähr