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Von 0 auf 30.000 Euro in einem Jahr – Ich ENTHÜLLE mein NEUES Nebenwerte-Depot

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Der Aktienmarkt wächst pro Jahr um durchschnittlich 7 %, aber das ist mir nicht genug: In einem Experiment möchte ich 50 % Rendite in nur einem Jahr erzielen! Das eigens dafür angelegte Depot bestücke ich dafür mit 20.000 Euro. Nach zwölf Monaten sollen daraus mindestens 30.000 Euro geworden sein!

Eine grundlegende Börsenweisheit besagt, dass es nicht möglich ist, den Markt dauerhaft zu schlagen. Genau das versuche ich jedoch hier. Welche Aktien ich nutze und welche Strategie ich verfolge, um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, will ich dir heute vorstellen. 

Wichtig! Es handelt sich hier nicht um eine Anlageberatung! Mein Vorhaben ist ein riskantes Experiment, dass viele Grundregeln eines „sicheren“ und nachhaltigen Aktieninvestments bewusst über Bord wirft, um die Rendite zu maximieren. Dein persönliches Investment geschieht immer auf eigene Gefahr! 

Mit dieser Strategie werde ich von 0 auf 30.000 Euro kommen

Für ein so ambitioniertes Performance-Ziel muss natürlich eine entsprechende Strategie her. Mit einfachen Investments nach den üblichen Börsen-Regeln ist es hier nicht getan. Typische, große Wertpapiere wie Amazon, Microsoft, Facebook etc. kommen dabei nicht infrage. 

Denn derart bekannte Unternehmen stehen im Fokus von Millionen von Anlegern und Banken. Ihre Bewertung ist daher entsprechend realistisch. Für mein Nebenwerte-Depot suche ich jedoch gezielt nach Firmen, deren Kurs drastisch unterbewertet ist! 100, 200 oder noch mehr Prozent unterhalb einer fairen Bewertung sind hier mein Ziel. 

Das Erwerben von aussichtsreichen Unternehmen, deren Aktien aktuell unterbewertet sind, hat übrigens Peter Lynch maßgeblich geprägt. Der wahrscheinlich erfolgreichste Investor aller Zeiten ist bereits mehrfach Thema dieses Blog gewesen, denn seine Strategie erlaubt die größten Börsenerfolge. 

Auch Warren Buffet folgte diesem Konzept: Mit Berkshire Hathaway war er nicht daran interessiert, breit gestreut und gut diversifiziert anzulegen. Sein Ziel war es stets, in einige wenige Aktien mit riesigem Potenzial einzusteigen. Dies geschah zum Beispiel 2016, als ein Viertel des gesamten Portfolios in Apple investiert wurde. Dass sich dieser Schritt ausgezahlt hat, versteht sich schon fast von selbst…

Um 50 % Rendite zu erzielen, ist es daher wichtig, in nur eine handvoll Aktien zu investieren. Würde ich hingegen einige dutzend Wertpapiere in mein Nebenwerte-Depot aufnehmen, wäre ich stärker ein Teil des Marktes. Je mehr Titel in meinem Depot lägen, desto weiter würde ich mich an die 7 % Durchschnittsrendite annähern. Das heißt: Ich würde meine Chancen, die Entwicklung der Börse zu übertreffen, verringern. 

Der Nachteil dieses Vorgehens ist jedoch ein höheres Risiko, da nur wenige Unternehmen den Weg in mein Portfolio finden werden. Diese geringe Diversifikation bedeutet, dass ein Kurseinbruch einer einzelnen Aktie meine Pläne komplett zerstören könnte, da ein hoher Anteil auf jedes Wertpapier in meinem Nebenwerte-Depot entfällt. Unter anderem deshalb ist dieses Börsenexperiment so gefährlich und sollte nicht nachgeahmt werden, wenn man nicht auf das eingesetzte Kapital notfalls verzichten könnte. 

So baue ich mein Nebenwerte-Depot auf

Das Nebenwerte-Depot, das mir 50 % Gewinn in nur einem Jahr erwirtschaften soll, habe ich bei Comdirect* eingerichtet. Ja, es gibt Broker, die noch günstigere Angebote haben. Hier weiß ich jedoch, dass mir sämtliche Aktien, inklusive kleinere Titel aus unterschiedlichsten Ländern, zur Verfügung stehen. Diese Sicherheit bei der Auswahl der Wertpapiere ist für mein Vorhaben entscheidend. Im Gegenzug nehme ich die geringfügig höheren Gebühren pro Transaktion gerne in Kauf. 

Um geeignete Aktien zu finden, nutze ich den Stock Screener von Simplywallstreet. Dieser bietet unterschiedliche, sehr nützliche Filteroptionen. Natürlich setze ich hier genau die Stellschrauben ein, die mir die Unternehmen mit der höchsten Wachstumschance in den nächsten 12 Monaten anzeigen. 

Insgesamt 20.000 Euro will ich in diesem Depot anlegen – natürlich in die richtigen Aktien! Denn Titel mit starken Wachstumschancen gibt es reichlich, aber nicht alle davon kommen auch infrage. Nur, wenn auch die Unternehmenszahlen passen, kommt ein Investment in Betracht. 

Soll mein Experiment erfolgreich sein, kann ich mir einen plötzlichen Kurseinbruch einer der wenigen Aktien, die in diesem Nebenwerte-Depot landen, nicht erlauben. Wachstum, finanzielle Stabilität und Unterbewertung sind daher die 3 Schlüsselfaktoren bei der Aktienauswahl. 

Diese Aktien sind drin

Zum Start habe ich dieses neue Depot erst einmal mit zwei Aktien befüllt: Dabei handelt es sich zum einen um 360 Digitech. Das Unternehmen ist im Kern eine chinesische Kreditplattform. Sie ist mit Anbietern wie Check24 vergleichbar. Der Fokus liegt hierbei jedoch in erster Linie auf kleineren Firmenkunden. 

Diesem Unternehmen traue ich ein großes Wachstum in den nächsten Monaten zu. Eine Annahme, die unter anderem durch die Gewinnsteigerung von fast 20 Prozent pro Jahr gestützt wird. Und tatsächlich konnte ich hier bis zum Verfassungszeitpunkt dieses Textes schon stattliche Gewinne mitnehmen. 

Von 0 auf 30.000 Euro in einem Jahr – Ich ENTHÜLLE mein NEUES Nebenwerte-Depot

Obwohl in den letzten Monaten schon Kursgewinne von über 100 % zu verzeichnen waren, ist die Firma nach wie vor sehr günstig. Diese Bewertung lässt sich zum Beispiel am KGV von 6,1 festmachen. Simplywallstreet sieht hier sogar eine Unterbewertung von 65 %.

Die zweite Aktie, die sich bereits in meinem Depot befindet, ist Truelieve Cannabis. Ein kanadisches Unternehmen, das Apotheken für medizinisches Cannabis in Nordamerika betreibt. 

In Florida konnte sich die Firma bereits einen Marktanteil von 50 Prozent sichern. Und das in der Branche, die in den USA schneller wächst als jede Andere! Mit fortschreitender Legalisierung in den einzelnen Bundesstaaten wachsen hier auch die Absatzmöglichkeiten rapide an. 

Durch diesen Umstand rechne ich mit einem Wachstum von 30 bis 40 Prozent jährlich. Eine ideale Aktie also für mein sehr ambitioniertes Nebenwerte-Portfolio. Anders als andere Cannabis Titel ist Truelieve allerdings aktuell bereits profitabel und gilt unter anderem deshalb als fast 50 % unterbewertet (laut Simplywallstreet).

Neuzugang im Experimental-Depot

Erst vor kurzem habe ich erneut zugeschlagen und Aktien der a2 Milk Company erworben. Dieses neuseeländische Unternehmen verkauft Milch in Nordamerika, China, Australien und Neuseeland. 

Dabei handelt es sich jedoch nicht um reguläre Kuhmilch. Es ist stattdessen ein Produkt, dass statt des “A1 Casein” mehr vom namensgebenden “A2 Casein” enthält. Der Eiweisanteil in der Milch wird Casein genannt. Durch die Auswahl von Kühen, die A2-haltige Milch geben, ist es möglich, ausschließlich diesen A2 Eiweisanteil zu erhalten. Der Unterschied soll unter anderem die Verdauung der Milch erleichtern und im Allgemeinen gesünder für den Körper sein. 

Wissenschaftlich belegt sind nur wenige dieser Behauptungen und ob A1 oder A2 nun die bessere Milch ist, bleibt auch unter Experten umstritten. Die Verbraucher sind jedoch vom Produkt der a2 Milk Company angetan und sorgen für starkes Wachstum.

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Dabei gehören die Produkte des Unternehmens ganz klar zum Premium-Segment und werden auch mit den entsprechenden Preisen vermarktet. A2 Milk teilt sich den Markt auf den ersten Blick mit anderen Premium-Marken wie Nestlé oder Danone. Bei genauerem Hinsehen wird allerdings schnell ein Unterschied klar: Die A2 Milk Company besitzt noch bis 2023 das alleinige Vermarktungsrecht für die A2-haltige Milch!

Die Produktion solcher Milch verursacht dabei die gleichen Kosten wie jede andere Milch – sie kann jedoch aktuell mindestens für den doppelten Preis verkauft werden. Das ist unter anderem durch den generellen Trend zu gesunder Ernährung erklärbar. A2 Milk hat sich gezielt in dieser Nische platziert und spricht die Kunden und deren Wunsch nach einer gesünderen Lebensweise an. 

Da die Nachfrage nach gesunden Lebensmitteln weiter anhält, lassen sich auch an den Börsen entsprechende Potenziale bei den involvierten Unternehmen entdecken. Im Falle der A2 Milk Company schlägt sich dies in einer Unterbewertung von sagenhaften -60 % nieder. Und selbst dieser Wert ist in meinen Augen noch zu niedrig! 

Warum ist die a2 Milk Company so billig?

Nun stellt sich natürlich die Frage, warum die Aktien des Unternehmens in kurzer Zeit von über 12 Euro auf einen Tiefstand von 3,69 € gefallen sind? Die Ursache liegt in Umsatzeinbrüchen in 2021. Diese sorgen bei einem solchen Wachstumsunternehmen für Panik unter den Anlegern. 

Insbesondere der chinesische Markt erlebte in Folge der Pandemie einen weitgehenden Stillstand. Denn der beliebte Vertriebsweg über Reisende und Touristen kam durch Reisebeschränkungen fast völlig zum Erliegen. Hierbei wurden in der Vergangenheit gezielt ausländische Premium-Marken wie A2 Milch von Privatpersonen „eingeflogen“. Diese wurden dann innerhalb Chinas nach der Ankunft zu hohen Preisen verkauft. 

Die Umsatzeinbrüche von 1,7 Milliarden NZ-Dollar in 2020 auf 1,2 Milliarden in 2021 sind in der Folge für einen gesunkenen Kurs verantwortlich. Den aktuellen Tiefstand rechtfertigen sie, meiner Meinung nach, jedoch nicht. 

Auch die politischen Spannungen zwischen der Region Australien/Neuseeland sind in diesen absurd niedrigen Kurs sicherlich mit eingeflossen. Genauso wie die aktuellen Folgen der Pandemie beeinflussen sie jedoch nicht das Geschäftsmodell von A2 Milk – hier sehe ich weiterhin enorme Wachstumspotenziale und halte eine Verdreifachung für möglich! Konsequenterweise habe ich daher für 1.000 Euro Aktien des Unternehmens zu meinem Nebenwerte-Depot hinzugefügt. 

So geht es weiter mit dem 50 %-Gewinn-Depot

Mit 360 Digitech, Truelieve Cannabis und A2 Milk Company sind die ersten drei Unternehmen bereits eingekauft. Damit komme ich allerdings erst auf 4.700 Euro Depot-Wert. Weitere Käufe werden also zeitnah folgen und ich würde mich freuen, wenn du mich auf dem Weg zu 50 % Rendite in nur einem Jahr begleiten würdest. 

Mit regelmäßigen Updates werde ich dich über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Und natürlich könnte die ein oder andere unterbewertete Aktie, die ich hier vorstelle, auch für dich interessant sein. Du solltest dir allerdings bewusst sein, dass hier ein deutlich höheres Risiko vorliegen kann, als wenn du altbewährte Börsenstrategien verfolgst. Immerhin ist dies nur ein Experiment!

Es bleibt also spannend, wenn wir gemeinsam der Frage nachgehen, ob es wirklich so einfach ist, den Markt zu übertreffen – oder ob die alte Börsenweisheit wahr ist und ich mit meinem Experiment scheitern werde…

 

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