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Hundred Baggers: So macht man 1 MILLION€ aus 10.000 € mit NUR 1 Aktie

Hundred Baggers: So macht man 1 MILLION€ aus 10.000 € mit NUR 1 Aktie

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Im Buch Hundred Baggers von Christopher Meyer geht es darum, wie man Aktien findet, die sich verhundertfachen. Das bedeutet, dein 10.000 Euro Investment in eine Aktie würde bis auf eine Million Euro anwachsen. Dazu hat Christopher Mayer den Zeitraum von 1962 bis 2014 untersucht. Und er hat die Eigenschaften und Gemeinsamkeiten von exakt 365 Unternehmen herausgeschrieben, die sich verhundertfacht haben. In diesem Artikel werde ich dir kurz seine Erkenntnisse präsentieren.

Fangen wir erstmal mit dem Begriff Hundred Baggers an und woher dieser kommt. Im Buch „One Up on Wall Street” beschreibt Peter Lynch ein Tenbagger-Investment als eine Aktie, deren Wert sich verzehnfacht.

Dabei nutzt er einen Vergleich aus dem Baseball. Im Baseball ist ein Four-Bagger ein Homerun, also ein Schlag, bei dem alle vier Bases durchlaufen wurden. Kurz gesagt: Ein Tenbagger ist ein sehr erfolgreiches Investment. Im Buch von Christopher Mayer geht es aber um Hundred Baggers (100X). Also nicht nur erfolgreiche Investments, sondern Aktien, die lebensverändernd sein können.

1. Kaufe kleine Fische

Es muss mathematisch möglich sein, dass eine Aktie sich auch verhundertfachen kann. Zwar gibt es viele große Unternehmen, die von hoher Qualität sind, eine Verhundertfachung ist hier aber so gut wie nicht möglich. Ein Beispiel wäre Apple mit einer Marktkapitalisierung von 2,4 Billionen Dollar. Bei einer Verhundertfachung wäre Apple 240 Billionen Dollar wert, also quasi ein Großteil des Gesamtvermögens der ganzen Welt. Das klingt ziemlich unrealistisch. 

Fokussiere dich also eher auf kleine Unternehmen, die noch den Raum haben, um sich zu verhundertfachen. 

Das heißt aber nicht, dass du ein Start-up Investor werden musst und beispielsweise Microsoft direkt in der Gründer Garage das Geld in die Hand drückst. Denn selbst nach dem Börsengang dieser 100X-Unternehmen gab es in den meisten Fällen genug Zeit, um diese ausfindig zu machen. Mit „kleine Fische suchen“ ist auch nicht gemeint, die allerkleinsten Penny-Stocks à la Wolf of Wall Street auszusuchen.

Die 365 untersuchten Unternehmen von Christopher Mayer hatten Durchschnittsumsätze von 170 Millionen Dollar. Die Obergrenze für solch kleine Fische liegt laut Christopher Mayer bei ca. einer Milliarde Dollar.

2. Halte an deinen Aktien fest

Hierzu eine kleine Anekdote von Christopher Mayer: Im Jahr 1999 wurde von seinem Freund ein Gemälde für 150.000 Dollar gekauft. Das Gemälde hieß „Sunset to Pico“. Der Freund von Chris Mayer hängte dieses Gemälde in seinem Wohnzimmer auf. Im Jahr 2015 beschloss er dann schlussendlich das Gemälde wieder zu verkaufen. Ganze 16 Jahre später also ging er zu einem Auktionshaus und fragte einen Preis an. Das Auktionshaus sagte ihm, er könne wohl eine Million Dollar dafür bekommen.

Er bekam in der Auktion nicht eine Million, sondern 2,3 Millionen Dollar dafür. Ursprünglich bezahlt er aber nur 150.000 Dollar. Und die Frage ist jetzt, wie hättest du reagiert, wenn das Gemälde wie eine Aktie gehandelt worden wäre? Hättest du es dann 16 Jahre lang gehalten? Wenn jeden Tag jemand zur Tür reinkommt und dir einen neuen Preis für dein Gemälde anbietet? Wahrscheinlich nicht. Und genauso läuft es mit Hundred Bagger Aktien. Jeden Tag gibt es einen neuen Preis und das ist Fluch und Segen zugleich.

Wer wirklich langfristig investieren möchte, der schaut nicht jeden Tag auf seine Aktien, die er gekauft hat.

Denn wer wirklich von seinen Aktien überzeugt ist, der hält seine Aktien auch durch schlechte Zeiten hindurch. Natürlich nur, wenn sich fundamental nichts am Unternehmen geändert hat. Und ähnlich ist es auch bei Immobilien. Der große Vorteil ist auch hier, dass nicht jeden Tag jemand vor der Tür steht und dir einen neuen Preis anbietet. 

Mein Vorgehen ist also, bei stärkeren Rücksetzern die besten Aktien nachkaufen. So lasse ich die Schwankungen für und nicht gegen mich arbeiten.

3. Achte auf günstige Bewertungen 

Natürlich kann man jetzt sagen, bei einer Aktie, die sich verhundertfacht hat, ist es doch nicht so wichtig, wie die Aktie bei meinem Kauf bewertet war. Ich mache schließlich egal zu welcher Zeit mit dieser Aktie ordentliche Gewinne. Aber genau beim Gewinn gibt es hier Riesenunterschiede. Hierzu ein kleines Beispiel: Wer die Amazon Aktie Ende 1999 zum Dot-Com-Boom gekauft hätte, also zu astronomischen Bewertungen damals, der hätte sein Geld bis heute fast verdreißigfacht mit knapp 2.900 Prozent.

Wer jetzt aber gesagt hat, das ist mir zu teuer und ich warte, bis die Aktie günstiger wird, der hätte bei einem Einstieg ein Jahr später sein Geld nicht verdreißigfacht, sondern das 170-fache rausgeholt. Also 17.000 Prozent Rendite.

4. Achte auf Unternehmen mit hoher Rendite auf das eingesetzte Kapital. 

Um das an einem einfachen Beispiel zu erklären: Facebook hat eine Rendite auf das eingesetzte Kapital von aktuell etwas über 22 Prozent. Bei der Rendite auf das eingesetzte Kapital wird der Gewinn vor Steuern und Zinsen, also EBIT, mit dem im Unternehmen gebundenen Vermögen ins Verhältnis gesetzt. 

Und diese 20 Prozent Rendite auf das eingesetzte Kapital schaffte Facebook konstant über die letzten Jahre. Und auch der Aktienkurs legte dementsprechend ca. 20 Prozent die letzten Jahre zu.

Eine hohe Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROE) ist ein wichtiges Merkmal für 100 Bagger. Aber natürlich gibt es auch hier Ausnahmen. Ein Beispiel wäre nämlich Amazon, die jahrelang keine Gewinne produzierten und dementsprechend auch mal negative Renditen auf das eingesetzte Kapital hatten.

5. Fokus auf Eigentümergeführte Unternehmen legen

Wenn man an viele Großunternehmen denkt, dann kommen einem gleich die Eigentümer in den Sinn. Wenn man an Apple denkt, dann denkt man an Steve Jobs. Wenn man an Facebook denkt, an Mark Zuckerberg, bei Amazon ist es Jeff Bezos, bei Tesla ist es Elon Musk. Also all diese Unternehmen haben oder hatten Geschäftsführer, denen ein großer Teil des Unternehmens gehört.

Dadurch haben diese Geschäftsführer ein riesiges Interesse daran, dass der Aktienkurs langfristig steigt. Denn nur so wird auch ihr Vermögen nachhaltig wachsen. 

Bei angestellten Geschäftsführern, die keine Beteiligung am Unternehmen haben, gibt es oft das Problem, dass kurzfristig gedacht wird. 

Das heißt für die nächsten zwei bis drei Jahre, solange man eben im Amt ist, wird versucht, den Gewinn zu steigern. Eventuell aber auf Kosten zukünftiger Gewinne, weil man Investitionen zurückhält oder entscheidende Stellen streicht. Auf langfristige Sicht brechen einem Unternehmen dann solche kurz gedachten Maßnahmen das Genick.

Besonders hart ist es, wenn man dadurch beispielsweise die neuesten Innovationen verpasst oder die gekündigten Mitarbeiter dann doch wieder benötigt werden. 

Tipp: Ein sehr gutes Buch, das sich genau mit diesen außergewöhnlichen Renditen von Eigentümergeführten Unternehmen beschäftigt, heißt „the Outsiders“. 

Darin werden acht Geschäftsführer von großen amerikanischen Unternehmen genauer unter die Lupe genommen. Und diese acht hatten radikale Ansätze. Das zeigte sich unter anderem in den Aktien-Renditen der von ihnen geführten Unternehmen. Diese lagen nämlich beim 20-fachen des Durchschnitts des S&P 500. 

Fazit: Der große Gewinn der Hundred Baggers lässt auf sich warten

Keiner kann vorhersehen, wie die Börse und ihre Aktien sich entwickeln. Was sich aber in den letzten Jahrzehnten gezeigt hat ist, dass sich die Geschichte in jeder Hinsicht auf dem Markt wiederholt. Man muss nur auf das richtige Pferd setzen. Das Buch Hundred Baggers ist kein Garant für ein lebensveränderndes Investment. Aber es gibt einem zumindest die Möglichkeit seine Wahl, auf der Suche nach dem großen Gewinn, etwas einzugrenzen.

 

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