Die 7 Fehler der Mittelschicht

Die 7 Fehler der Mittelschicht

Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung verdeutlichte eines: Der untere Rand der Mittelschicht ist finanziell stark abstiegsgefährdet. Die Corona-Pandemie heizte das Problem weiter an. Hier lernst du, welche 7 Fehler die Mittelschicht macht, die die finanzielle Stabilität gefährden können und wie du diese Schwierigkeiten vermeiden kannst. 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Viele denken, sie könnten nicht mehr verdienen und arbeiten unter Wert.
  • Durch ansprechende Werbung entstehen Reize, die zum Kauf unnötiger Waren führen. 
  • Wer nicht investiert oder spät beginnt, verpasst viele Chancen. 

7. Fehler:  Warum du auf das Gehalt achten solltest

Viele glauben, dass sie ihr eigenes Einkommen nicht erhöhen können. Sie kommen in ein sogenanntes Karriereplateau, bei dem sie für große Zeiträume dasselbe verdienen und es kaum Fortschritte oder Erhöhungen gibt. 

In diesen Fällen kommt es alle paar Jahre zu einer Einkommenserhöhung von 2-3 Prozent, was gerade einmal die Inflation ausgleichen kann. Trotz steigernder Erfahrung kann es passieren, dass ein Arbeitnehmer real weniger Geld zur Verfügung hat, wenn die Inflation höher ist als der Anstieg des Gehalts. 

Doch warum geben sich Arbeitnehmer damit zufrieden? Der Grund liegt darin, dass Deutsche die Sicherheit lieben, insbesondere unbefristete Arbeitsverträge. Ein Wechsel in einen besser bezahlten Job erfordert oft Mut. 

Lesetipp

Gut zu wissen:

Der Arbeitsmarkt hat sich verändert. Früher war es üblich, sein Leben lang im selben Job im gleichen Betrieb zu bleiben. Heute läuft der Trend eindeutig Richtung befristete Arbeitsverträge und mehr Freelancern. Jobwechsel haben positive Aspekte, Gehaltserhöhungen von 10 bis 20 Prozent sind nicht unüblich.

6. Fehler: Darum sind Autos Geldfresser

Gerade das Thema Auto kann in Deutschland emotional werden. Wer es objektiv betrachten möchte, muss sich eingestehen, dass Autos Geldfresser sind. Die Kosten setzten sich aus mehreren Aspekten zusammen und sind nicht sofort ersichtlich. 

In einer von „nature“ veröffentlichten Studie wurde sichtbar, dass Befragte die Kosten ihres Autos um 200 Euro weniger einschätzen. Es wird oft als Statussymbol benutzt und ist für viele kaum wegzudenken. Unterschätzt werden oft Kosten, die erst nach einiger Zeit auftreten. 

  • Ein Beispiel dafür ist der Wertverlust des Wagens, ein Neuwagen verliert in den ersten drei Jahren 50 Prozent seines Wertes. 
  • Auch Werkstattkosten für Beschädigungen oder Abnutzungserscheinungen fallen in der Anfangszeit nicht auf. 
  • Zudem kommen regelmäßige Versicherungspreise, die je nach Art des Autos höher oder niedriger sind. 
  • Auch die Preise für den Sprit können variieren.

Dem größten Wertverlust kann man entgehen, indem ein Gebrauchtwagen gekauft wird. Im Alter von 3 bis 4 Jahren verlangsamt sich der Wertverlust bei Autos deutlich und bietet gute Chancen, um Geld einzusparen. Eine Alternative bieten auch Kleinwagen. Diese haben günstigere Versicherungen und verbrauchen weniger Sprit.

5. Fehler: So kannst du deine Zeit besser nutzen

Auch unterschätzt wird die Anschaffung eines neuen TV-Gerätes. Zwar werden diese immer günstiger, trotzdem kommt der Schneeball-Effekt ins Rollen: Wer ein neues Gerät hat, möchte dieses auch aktiv nutzen, damit sich der Kauf gelohnt hat. So werden schnell Abos abgeschlossen bei Streamingdiensten wir Netflix oder Sky.

Was man am meisten verliert, ist nicht Geld, sondern Zeit. Es wird oft mit einem neuen Fernseher mehr Zeit investiert, um die Abos auszunutzen. Diese Zeit hätte man damit verbringen können, mehr Geld zu verdienen oder sich weiterzubilden. Auch das regelmäßige Ausüben der eigenen Hobbys kann dazu führen, dass man durch diese Tätigkeit irgendwann Geld verdienen kann. 

4. Fehler: Warum es nicht immer das größte Haus sein muss

Ein weit verbreiteter Fehler ist der Kauf eines zu großen Hauses. Derzeit sind Immobilien so teuer wie nie zuvor. Viele nehmen die niedrigen Zinsen als Anlass, sich ein größeres Haus anzuschaffen, um beispielsweise Bekannte zu beeindrucken oder mehr Platz zu haben.

Übersehen werden oft die Nebenkosten, zu denen beispielsweise Reparatur und Instandhaltung gehören. Auch Grundsteuer, Versicherungen und der erhöhte Zeitaufwand fürs Putzen werden unterschätzt. 

Gerade große Häuser laden dazu ein, unnötige Gegenstände zu kaufen, um den Platz zu füllen. Wer nur einen begrenzen Platz zur Verfügung hat, wird sich selbst die Frage stellen, ob es sich überhaupt lohnt, die neuen Möbel zu kaufen. 

3. Fehler: Darum solltest du Konsumschulden vermeiden

In der Mittelschicht kommt es häufig zu Konsumschulden. Dazu gehören die neuesten Handys, große Fernsehergeräte oder viele Klamotten. Durch effektives Marketing der Firmen werden viele Menschen dazu gebracht, Dinge zu kaufen, die keinen realen Nutzen für sie haben und einen schnellen Wertverlust erleiden.

Konsumschulden können auch durch Notfälle entstehen, wie eine kaputte Waschmaschine oder ein Auto. Um anschließend nicht in finanziellen Schwierigkeiten zu geraten, sollte ein Notgroschen angelegt werden. Dieser verhindert, dass teure Kredite aufgenommen werden müssen. Idealerweise ist der Notgroschen ca. 3 Monatsgehälter groß und liegt auf einem Extrakonto. 

Achtung

Unnötige Konsumschulden können durch folgende Regel leicht verhindert werden: Vor jedem Kauf sollte man sich 30 Tage Bedenkzeit geben. Viele impulsive Kaufentscheidungen verfliegen mit der Zeit.  

2. Fehler: Weshalb du investieren solltest

Wer sein Geld auf dem Girokonto liegen lässt und es nicht investiert, verpasst viele Chancen. Jüngere verwenden oft Argumente wie die viele Zeit, die sie noch vor sich haben, oder dass sie im Moment kaum Geld zur Verfügung haben.  

Allerdings ist es wichtig, sich schon im jungen Alter mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen. Dazu gehört die finanzielle Bildung, lernen, mit dem Geld umzugehen und mit dem Investieren zu beginnen. 

Lesetipp

Gut zu wissen:

Die Rente ist in Deutschland ein weiter Grund, Geld zu investieren. Immer mehr ältere Menschen sind von Armut betroffen. Die Rentenkassen sind leer und auf Zuschüsse aus Steuergeldern angewiesen. 

Eine gute Alternative bietet die Börse, um privat vorzusorgen. Für die meisten Investoren reicht ein breit gestreuter ETF mit einer jährlichen Rendite von 5 bis 8 Prozent. Zudem ist der Aufwand für die Einarbeitung nicht groß und beispielsweise deutlich geringer als Investitionen in Immobilien.

1. Fehler: Warum du dir finanzielle Ziele setzen solltest 

Wer seine finanziellen Ziele kennt, kann sie leichter erreichen. Menschen, die genau wissen, welche Summe sie erreichen möchten, können leichter einschätzen, wieviel sie monatlich beiseitelegen und investieren sollten.

Zudem setzen sie sich mehr mit dem Thema Finanzen auseinander, was viele Vorteile mit sich bringt:

  • Bessere Spargewohnheiten
  • Abbauen bzw. Vermeidung von Schulden
  • Ausbauen der persönlichen finanziellen Bildung
  • Unterdrückung von impulsiven Käufen
  • Erstellung von Budgetplänen

Fazit: Bessere Chancen durch finanzielle Bildung und Vermeidung von Fehlern

Gerade in der Mittelschicht lauern viele mögliche Gefahren, die sich negativ auf die eigenen Finanzen auswirken können und langfristig das Ziel der finanziellen Sicherheit oder Unabhängigkeit gefährden können.

Heutzutage kannst du dir das mögliche finanzielle Wissen leicht aneignen und dich davor schützen, unnötige Konsumschulden zu produzieren oder versteckte Kosten zu übersehen. Dadurch kannst du viel Geld einsparen. Du kannst lernen, zu investieren und dein Geld zu vermehren. So wird dein Vermögen an der Börse für dich arbeiten.

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